Toggle Mneu

Willkommen in Übermorgen

Übermorgen 2 | Martin Kath - adelphi

Martin Kath - adelphi

Haben Sie sich auch schon immer gefragt, wie sich junge Erwachsene wohl ihre Stadt der Zukunft vorstellen? Dann kommen Sie mit nach Übermorgen. Wir geben Ihnen eine Führung durch die Stadt und einen ersten Eindruck.

 

Guten Morgen in Übermorgen. Ich hoffe, Sie hatten eine gute Anreise. Mein Name ist Naika Bastaw und ich freue mich, heute Ihre Reiseleiterin zu sein. Seit einigen Jahren arbeite ich bei Urban Sensory Studio, einem Planungsbüro, das maßgeblich an der Entwicklung und Umsetzung von Übermorgen beteiligt war. Die Stadt ist in vielerlei Hinsicht ein Experiment, eine gelebte Utopie sozusagen. Ihr architektonisches, sensorisches und gesellschaftliches Profil haben wenig gemein mit den Bildern und Vorstellungen, die die Menschen zu Beginn des 21. Jahrhunderts von der Stadt der Zukunft hatten. Was genau ich meine, werden Sie gleich erfahren.

 

Bevor ich es vergesse: Nächste Woche, am 30. April 2050, feiert die Stadt ihr einjähriges Jubiläum. Sie sind natürlich alle herzlich eingeladen, uns Gesellschaft zu leisten. Wir sind stolz darauf, dass sich Übermorgen bereits heute natürlich und lebendig anfühlt. Nicht wie am Reißbrett entworfen. Ein Grund dafür ist auch der ungewöhnlich Ansatz, den wir damals wählten. Von Anfang an wurde mit den Bewohnern visioniert, wie ihre Stadt klingen, riechen und sich anfühlen sollte. Nicht Funktionalität und Effizienz standen im Vordergrund, sondern eine Stadt, die alle menschlichen Sinne bedient.

 

Starten wir die Tour

Aber jetzt genug zur Historie. Starten wir mit unserer Tour. Wir befinden uns hier auf dem zentralen Platz Protinus, nahe dem Geschäftsviertel Diversitas. Fällt Ihnen etwas auf? „Ja, das ganze Viertel ist von natürlichem Boden durchzogen“, bemerkt eine Teilnehmerin zögerlich. Stimmt. „Und einige laufen sogar barfuß zur Arbeit“, ergänzt ein älterer Herr etwas irritiert. Das ist richtig. Den Bewohnern war es wichtig, eine neue Beziehung zwischen Mensch und Natur zu etablieren. Sie wollten einen weichen, naturbelassenen Untergrund, keinen typischen, harten Asphalt. Also entschieden wir uns bei der Gestaltung für eine Vielfalt aus Gras-, Kork- und Waldboden – je nach Nutzung.