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Die Postwachstumsstadt denken, fühlen, machen

Wie soll sich die Postwachstumsstadt anfühlen? Was war das Ergebnis der Konferenz?

 

Im Abschlussplenum wurden alle Bestandteile, die für das Manifest gesammelt wurden, zusammengeführt: Objekte, Werkzeuge, Zitate, Gedanken. „Die Idee, Fühlen und Gesellschaftsvision zusammenzubringen, war sicherlich für viele ungewohnt.“ Auch für uns war das Manifest ein Experiment. Die Idee, Fühlen und Gesellschaftsvision zusammenzubringen, war sicherlich für viele ungewohnt. Im Gegensatz zu häufig ermüdenden Abschlussrunden von Konferenzen führte die performative und improvisierte Zusammenfassung der Konferenz dazu, spontane Gedanken zu äußern, ‘live‘ zu denken und in Interaktion mit den Teilnehmenden zu klären und zu diskutieren, warum bestimmte Objekte, Gedanken oder Gefühle für das Manifest ausgewählt wurden.

 

Insgesamt ging es nicht darum, ein Gefühl zu erzeugen oder zu provozieren. Es sollten auch nicht nur positive Gefühle geäußert oder angesprochen werden. Vielleicht sind auch negative Emotionen, wie Unbehagen, Unwohlsein, Stress, oder sinnliche Eindrücke, wie Lärm, Verschmutzung, Dichte und Dunkelheit, wichtige, körperliche Erfahrungen, um sich die Konturen der wachstumsbesessenen Stadt bewusst zu machen. Vielmehr sollten sensorische, emotionale und wahrnehmungsbezogene Formen von städtischer Erfahrung und Erfassung in den Mittelpunkt gestellt werden, um dieses kreative und alternative Wissen in das Nachdenken über die Zukünfte von Städten einfließen zu lassen. Die sinnliche Erfahrbarkeit mobilisiert neue Formen der städtischen Wahrnehmung und kann den Aufbruch in Richtung Postwachstumsstadt ermöglichen, in der Gefühle, Geräusche, Gerüche, Bilder und Räume außerhalb des Wachstumsimperativs einen festen Platz bekommen.