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Die Postwachstumsstadt denken, fühlen, machen

Teilnehmende brachten zum Beispiel Pflanzen zur Stadtbegrünung, einen Besen zur gleichberechtigten Hausarbeit, einen Apfel für lokale Erfrischung und nachhaltigen Getreidekaffee mit. Anhand dieser teilweise alltäglichen Gegenstände wurde deutlich, dass die Postwachstumsstadt überall, jetzt, hier, sofort und ohne viel Aufwand beginnen kann – so dass die Postwachstumsstadt keine gedankliche Utopie bleibt!

 

Wie wurden die Teilnehmenden angeregt, über eine Postwachstumsstadt auf der Gefühlsebene nachzudenken?

 

Das Konzept des Manifests war sehr offen. Zu Beginn der Konferenz haben wir allen Teilnehmenden die Frage mitgegeben: „Welche Gefühle und emotionalen Assoziationen haben die Konferenztage in dir hervorgerufen?“ Wir haben sie dann gebeten, Gefühle oder sinnliche Eindrücke zu veranschaulichen. Wir wollten mit diesem Appell die stark text- und schriftlastige Kultur von wissenschaftlichen Konferenzen aufbrechen und die Teilnehmenden zu anderen Formen der Wissensvermittlung anregen. In der Wahl der Medien und Ausdrucksmittel waren die Teilnehmenden frei. Über die anderthalbtägige Konferenz hinweg versammelten sich kleine Objekte wie ein Origami-Schwan, kleine Gedichte, Pflanzensaat, eine warme Decke zum Schutz und unzählige Gedankenanregungen und Aufforderungen. Ziel: die text- und schriftlastige Kultur von wissenschaftlichen Konferenzen aufbrechenUnsere Idee war, die Teilnehmenden als Gestalterinnen in die Konferenzdokumentation einzubeziehen, damit Erinnerungen und Eindrücke individueller sind und dadurch auch mehr hängen bleibt.

 

Außerdem haben wir in der konferenzbegleitenden Visionswerkstatt Sense the City Studierende der Fakultät Kunst und Gestaltung sowie Architektur und Urbanistik mit Methoden der sensorischen Stadterfahrung und -erfassung eingebunden. Hier experimentierten Studierende mit Gerüchen, Geräuschen, Materialien und den Geschmäckern einer Stadt und fühlten, welche Emotionen und Assoziationen damit verbunden sind. Die Studierenden entwickelten sensorische Modelle einer zukunftsorientierten Stadt, oder Weimar als Postwachstumsstadt