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Die Postwachstumsstadt denken, fühlen, machen

Postwachsstumsstadt Sense the City

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Die Bauhaus Universität Weimar zeigt mit der Konferenz „Postwachstumsstadt“, wie sensorische Ansätze Eingang in die Nachhaltigkeitsforschung finden können. Auf der zweitägigen Veranstaltung erarbeiteten über 300 Personen aus Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Politik ein Manifest, wie urbane Räume und Gesellschaften jenseits  ökonomischer Wachstumszwänge zukünftig gestaltet werden können. Dr. Friederike Landau erzählt uns, welche Rolle Sinne und Emotionen dabei gespielt haben.

 

Warum habt ihr „Fühlen“ zu einem zentralen Bestandteil eurer Konferenz gemacht?

 

In den Vorbereitungstreffen zur Konferenz der Postwachstumsstadt haben wir viel über die Frage diskutiert, was bei den Teilnehmenden am Tag nach der Konferenz hängen geblieben sein wird. Was denken und fühlen die Leute, nachdem sie anderthalb Tage über neue Praktiken des Lebens, Arbeitens, Wohnens nachgedacht haben? Sind sie motiviert und voller Tatendrang? Sind sie entmutigt und wissen gar nicht, wo die notwendige, aber auch fundamentale Verhaltensänderung anfangen soll? Um diese Stimmungen am Ende der Konferenz einzufangen, haben wir dann die drei Säulen des Manifests für die Postwachstumsstadt entwickelt: Denken, Fühlen und Machen. Insgesamt ging es uns mit der Idee und dem Begriff des Manifests um etwas Proklamatives, um eine erste Grundsteinlegung für städtische Akteure und darum, Forderungen aufzustellen, wie Städte in einer Postwachstumsgesellschaft aussehen und sich anfühlen können.

 

Die Komponente des Denkens sollte wissenschaftliche Argumente oder aktivistische Praktiken bündeln, um abstrakte Konzepte wie Solidarität, Suffizienz (also geringen Ressourcen- und Energieverbrauch), Gemeinschaft oder Verantwortung erfahrbar zu machen. In der Kategorie des Machens wollten wir konkrete Handlungsanweisungen und Tipps für den Alltag sammeln. So sollte ein Werkzeugkasten für die Erschaffung von Postwachstumsstädten entstehen, um gemeinsam an diesen Zukünften zu bauen.